Die “BGE-Union” – eine Fiktion
Die Zahl der Menschen, die selbst für ihren Lebensunterhalt sorgen müssen, sinkt stetig. Zur Zeit (Stand 2011) leisten 40,2 Millionen Menschen Erwerbsarbeit. Bei mehr als 80 Millionen Einwohnern ist das weniger als die Hälfte. Zahlen zur Erwerbstätigkeit
Diese Zahl wird voraussichtlich in den kommenden Jahren weiter sinken. Was heisst das für eine Gesellschaft, wenn 50% und mehr keiner Arbeit nachgehen, weil sie entweder zu alt oder zu krank sind zum Arbeiten? Für viele ist auch einfach keine Arbeit mehr da. Sie werden nicht mehr gebraucht. Eine sinkende Zahl Erwerbstätiger steht einer immer schneller wachsenden Zahl Nicht-Erwerbstätiger gegenüber. Wir müssen uns als Gesellschaft Gedanken darüber machen, wie wir die Nicht-Erwerbstätigen ernähren wollen. Die Partei der Piraten haben nun das „Bedingungslose Grundeinkommen“ kurz BGE „beschlossen“ und damit eine mögliche Antwort auf die Frage gegeben, auf die ich näher eingehen möchte.
Die Idee eines BGEs sieht vor, dass jeder Bürger dieses Landes eine Summe X bekommt, unabhängig davon, ob er/sie arbeitet oder nicht. Das halte ich zunächst einmal für eine sehr gerechte Lösung. Die Nicht-Erwerbstätigen erhalten eine Grundsicherung zum Lebensunterhalt und die Erwerbstätigen werden belohnt, dass sie arbeiten. Sie erhalten ihren Erwerbslohn plus eine Grundsicherung. Leider fangen genau an dieser Stelle auch die Probleme an:
a.) Finanzierung
Wer soll das BGE bezahlen? 80.000.000 x 300 Euro (fiktive Summe) = 24.000.000.000 Euro pro Monat. Dieser Wert übersteigt jeden Haushalt. Die Finanzierung ist also nicht mal ansatzweise gesichert.
b) BGE in nur Deutschland
Was passiert, wenn nur Deutschland das BGE einführt? Das Land würde wahrscheinlich überrannt von Leuten, die auch 300 Euro jeden Monat haben wollen. Das BGE nur in Deutschland kommt also nicht in Frage.
Ich halte das BGE dennoch für einen guten Ansatz und möchte nachfolgend einen Lösungsansatz vorstellen:
Die Probleme mit dem Euro haben eines gezeigt. Die Zeit für Alleingänge innerhalb nationaler Grenzen scheint abgelaufen. Diese Art der Problemlösung funktioniert (nicht) mehr.
Ich schlage daher die „BGE-Union“ nach Vorbild der Europäischen Union vor. Interessierte Staaten schließen sich zu einer Union zusammen, die gemeinsam das BGE einführen. Die einzelnen Mitglieder beschließen gemeinsame Kriterien für die Aufnahme weiterer Mitglieder in die „BGE-Union“.
Die Frage der Finanzierung eines solchen Vorhabens bleibt allerdings offen. Angesichts leerer Kassen wäre wohl ein kompletter Umbau der Sozialstaaten notwendig, um das BGE flächendeckend einzuführen.
Fordernd
Beziehung II
“Du auch hier?”
“Ja, Party halt.”
“Ja eben.”
“Genau.”
“Wie geht’s dir?”
“Muss, ne und selbst?”
“Ja auch, ne. Ute nicht da?”
“Nein, wir haben uns getrennt.”
“Ach, Ute hat einen Neuen?”
“Nein, ich.”
“Du?”
“Ja.”
“Freut mich für dich. Wie heisst sie denn?”
“Rüdiger.”
“Komischer Name für eine Frau.”
“Ich muss weiter.”
“Klar, Machs gut.”
“Du auch.”
Beziehung I
“Sind Sie noch in einer festen Beziehung?”
“Ja.”
“Und glücklich?”
“Aber ja.”
“Gewöhnen Sie sich besser nicht dran. Die meisten Partnerschaften überstehen das erste Jahr nicht.”
“Wir sind schon 3 Jahre zusammen.”
“Sehen Sie. Das ist schon länger als die Durchschnittspartnerschaft.”
“Ich weiss wirklich nicht, was Sie von mir wollen.”
“Nichts.”
“Das sagt meine Frau auch immer.”
“Sehen Sie!”
“Seufz.”
2012
Ungehörig
Nackt
Menschen in seltsamen Behausungen
Bil/dung
Liebe Leute
Bildung wird überbewertet wer braucht schon wissen in Zeiten von Google & Co Zeichensetzung in Zeiten von Twitter und SMS Ich finde das muss weg
Mat
Wir waren das Volk
Rückblende
Jubel und grenzenlose Freiheit – das war gefühlt 1990 – das Jahr der Wiedervereinigung beider deutschen Staaten. Eine nationale Grenze war gefallen und aus 2 Staaten wurde einer.
11 Jahre später
Der Jubel ist lange verhallt, doch die Bundesrepublik in seiner damaligen Form gibt es noch. Ich frage mich aber, wie lange es sie noch geben wird. Seit 1990 ist viel passiert. Einer wichtigen Veränderung, deren Auswirkung uns in den Tagen der Europakrise (die eigentlich gar keine ist) immer offensichtlicher wird, ist das Verschwinden nationaler Grenzen in unseren Köpfen. Wir haben wie selbstverständlich auf eine Weise zu denken gelernt, für die es noch gar kein Wort gibt. Global trifft es nicht. Sie ist völlig losgelöst von nationalem Handeln. Ich kaufe über das Internet weltweit ein und kommuniziere mit Freunden in aller Welt. Die Themen, die die Menschen dieser Tage beschäftigen sind immer gleich. Es geht um Freiheit, es geht um Demokratie und die Frage, wie wir zusammen arbeiten und leben wollen. Wir merken, dass uns nationale Grenzen daran hindern, unsere Ideen von einer Welt von morgen umzusetzen und zu gestalten. Es mag uns manchmal vorkommen, wie ein abgetragenes Paar Schuhe, wenn wir an Deutschland denken.
Die Eurokrise ist viel mehr als eine Finanzkrise allein sondern macht sie uns bewusst, dass es ein „Weiter so“ nicht geben kann. Ich zeichne 3 mögliche Ausgänge der Eurokrise auf:
- Die Regierungen der wohlhabenderen Länder Europas werden sich zu einem neuen Währungsbündnis zusammenschließen unter Einbehaltung ihrer nationalen Grenzen. Die ärmeren Staaten werden aus dem Euroraum ausgeschlossen. Ich halte diese Möglichkeit für die Wahrscheinlichste aber auch für die denkbar schlechteste.
- Den Regierungen gelingt es nicht mehr, das jetzige Gefüge zu retten. Der Euroraum zerfällt. Zukunft ungewiss. Wahrscheinlichkeit weniger als 30%.
- Die Regierungen besinnen sich auf das, was ich oben versucht habe zu skizzieren. Sie denken völlig neu und handeln über nationale Grenzen hinweg zum Wohle aller. Diese Möglichkeit ist die Schmerzlichste für Menschen wie Merkel und Sarkozy, weil dies bedeuten würde, sich von Deutschland und Frankreich zu verabschieden. Für die Mächtigen dieser Welt änderte es alles und deshalb glaube ich, dass die Wahrscheinlichkeit sehr gering ist, dass dies passieren wird, wenn gleich ich diese Möglichkeit für die beste halte. Das Denken über Grenzen hinweg ist der älteren Generation fremd. Vielleicht gibt es zu dieser Lösung langfristig aber wenig Alternativen.
Wann ist die Zeit reif für neue Ideen jenseits nationalem Denken? Eine spannende Zeit voller neuer Möglichkeiten wartet auf uns.
Mat












